Siargao – das Surferparadies auf den Philippinen lockt mit erstklassigen Wellen, entspannter Atmosphäre, netten Unterkünften und unberührter Natur. Diese kleine Insel im Osten der Philippinen ist touristisch noch nicht ganz so überlaufen und erinnert ein bisschen an das frühe Bali. Wir hoffen, dass die Insel diesen Flair noch lange bewahren kann, auch wenn bereits schon viel gebaut wird.
Das wichtigste zur Insel Siargao haben wir dir hier zusammengefasst.
Lage und Reisezeit
Die Insel Siargao gehört zur Inselgruppe Mindanao und liegt im Süd-Osten der Philippinen. Dank des tropischen Klimas ist die Insel sehr grün und der Dschungel besteht hauptsächlich aus Palmen, was der Insel ihren paradiesischen Flair verleiht.
Im Gegensatz zu Mindanao und weiteren Teilen der Philippinen ist die Regenzeit auf Siargao von Dezember bis März und die Trockenzeit von Juni bis September. Wenn man mehrere Inseln besuchen möchte, sollte man das bei der Planung etwas berücksichtigen.
Surfen kann man das ganze Jahr über. Die größte Dünung gibt es zwischen August und November, aufgrund der Taifunwinde. Von Dezember bis April sind die Wellen etwas kleiner, weil die Windrichtung seitlich auf die Insel trifft. Zwischen Mai und Juli ist die Brandung eher sanft und somit perfekt für Anfänger.
Anreise
Die Anreise ist etwas spannend, wie fast überall auf den Philippinen. Eine Möglichkeit ist mit dem Flugzeug von Cebu oder Manila nach Siargao. Der Flughafen in Del Carmen ist noch sehr klein und besitzt nur eine kurze Landebahn, gemacht für kleine Propellermaschinen mit Sitzmöglichkeiten für max. 100 Menschen. Es wird aber an einer Vergrößerung gebaut, sodass auch größerer Flugzeuge hier landen können. Es gibt nicht sehr viele Flüge am Tag und man muss auch (leider) mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen. Deswegen wäre es immer besser bei der Ab- oder Anreise einen Puffer von einem Tag einzuplanen.
Die zweite Möglichkeit ist mit dem Schiff. Hier fahren vom Hafen Surigao der Insel Mindanao täglich Schnellboote oder Fähren nach Dapa in Siagaro. Das Ticket kann direkt am Hafen bei verschiedenen Anbieter gekauft werden (um die 450 php pro Person). Wichtig ist, dass die letzte Fähre nach Siargao so gegen 15.00 Uhr abfährt. Wer die verpasst, muss eine Nacht im Städtchen Surigao bleiben.
Der Wellengang kann ziemlich stark sein und sollte nicht unterschätzt werden. Wer leicht Seekrank wird, sollte passende Tabletten dabei haben oder eher aufs Flugzeug umsteigen.
Wenn man sich für die Fahrt mit dem Schiff entschieden hat, kann man entweder mit dem Flugzeug oder mit dem Boot nach Surigao anreisen.
Wir haben die Nachtfähre von Cebu City nach Surigao genommen. Das hat ganz gut geklappt. Allerdings sollte man auf der Nachtfähre eine Platz im Freien buchen. In der „Touristen-Abteilung“ ist es super kalt und sehr hell. Man bekommt zwar Decken und auch ein Kopfkissen, aber gefühlt hatte es 14°C in der Schlaf-Kabine. Wir haben fast all unsere Klamotten angezogen, um ja nicht krank zu werden.
Unterwegs in Siargao
Am Hafen in Dapa warten viele Tricycles oder habal-habal (etwas größere und schnellere Motorräder als die Tricycles) um dich in deine Unterkunft zu bringen. Der Preis hängt von der Tageszeit, vom Verhandlungsgeschick und der Lage der Unterkunft hab. Mit mind. 200 php muss man aber rechnen.
Der Flughafen ist etwas im Landesinneren in Del Carmen. Auch hier warten wieder einige Tricycles um dich in deine Unterkunft bzw. nach General Luna zu bringen. Es ist jedoch sinnvoller und eventuell günstiger, mit der Unterkunft ein Abholservice auszumachen.
Wenn man die Insel auf eigene Faust erkunden möchte, mietet man sich am besten einen Roller. Oft bieten die Unterkünfte auch Roller zum vermieten an. Ansonsten gibt es in General Luna auch Roller-Vermietungen.
Unterkünfte
Auf der Insel gibt es die unterschiedlichsten Unterkünfte in Bezug auf Preiskategorie, Ausstattung und Lage. Wer Abends etwas mehr Programm haben möchte ist in General Luna gut aufgehoben. Etwas weiter südlich gibt es schöne kleinere Unterkünfte direkt am Meer, mit schönem Blick auf Naked Island. Surfschulen sind eher bei der Cloud9 zu finden. Hier wird auch viel gebaut und das Bild sowie die Unterkünfte wird sich in den nächsten Jahren bestimmt sehr verändern.
Wir hatten uns für das Soultribe Beach Retreat entschieden. Sehr schöne Anlage, mit sehr leckerem Frühstück und Außen-Badezimmer.
Restaurants
Es gibt sehr viele Restaurant in General Luna und näherer Umgebung. Ein paar, die uns gut gefallen haben, haben wir hier aufgelistet:
- La Mesa: sehr leckeres Pad Thai
- Backside Burger: gute Burger und nicht ganz so überlaufen
- Litte Rotti: gutes indisches Essen, etwas außerhalb von General Luna
- Mondayys: nettes Café, der Iced Ginger Tea mit Lemon ist der Knaller
- Big Belly: leckere Burger, immer viel los
- Green Waves Café: gutes Granola und leckere Bowls
Die schönste Aktivität auf dieser Insel: Surfen
Da Siargao das Surferparadies der Philippinen ist, ist Surfen natürlich eine Hauptaktivität.
Es gibt entlang der Ostküste viele schöne Spots, der berühmteste ist Cloud 9. Hier gibt es dank dem Verlauf des Riffs für Profis sowie Anfänger die perfekte Welle. Wer den Profis zuschauen möchte, kann dank eines Steges bis vor zur Brandung laufen und das Spektakel genießen.
Kosten Cloud 9: 100 php Eintritt.
Ein Surfbrett kann man sich an den unterschiedlichen Spots ausleihen. Es können auch verschiedene Surfkurse gebucht werden. Von Gruppen-Kurs bis zum Einzelunterricht, mit Garantie, dass man eine Welle bekommt.
Reefbooties sind an manchen Spots sehr zu empfehlen, da die Wellen öfters über Riff oder Semiriff laufen. Während des Surfen gehts noch, allerdings ist das Rein- und Rauskommen mit Schuhen wesentlich entspannter und verletzungsarmer.
Wie vermutlich überall auf der Welt, sind auch hier die schönen Spots bereits etwas überlaufen und die Surf-Regeln werden leider nicht immer eingehalten. Es war oft der Fall, dass die Surfer, die einen Einzelkurs gebucht hatten in so gut wie jede Welle geschupst wurden, sodass es für andere eher schwierig war, eine Welle abzubekommen.
Aber wenn man früh aufsteht oder zeitlich etwas flexibel ist, kann man auch Glück haben und es sind weniger Menschen im Wasser. Es gibt auch noch ein paar Spots außerhalb Siargao, welche mit dem Boot zu erreichen sind. Hier könnte es durchaus etwas weniger überfüllt sein.
Wir fanden es trotz der vielen Menschen einfach wunderschön im Wasser zu sitzen, ein paar Wellen zu surfen und die Szenerie auf sich wirken zu lassen.
Weitere Aktivitäten zum Zeitvertreib
Insel-Hopping
Wenn die Wellen mal schlecht sind, kann man sich die Zeit mit Inselhopping zu drei Traumstränden, wie aus dem Bilderbuch vertreiben. Daku Island ist die Größte der drei Inseln. Hier warten weißer Sandstrand, türkisfarbenes Meer und eine entspannte Atmosphäre auf dich. Guam Island ist dagegen etwas abgeschiedener und so klein, dass sie in 15 Minuten umrundet werden kann. Hier ist Hangloose angesagt. Auf Naked Island ist Sonnenschutz besonders wichtig, da es sich hier um nur eine kleine Sandbank handelt.
Secret Beach
Der Secret Beach ist ein kleiner weißer Sandstrand, welcher an einem Mangroven-Wald angrenzt. Hier kann man etwas Abseits vom Surf-Trubel den schönen weißen Sandstrand genießen, im ruhigen Meer schwimmen oder mit dem SUP/Kanu in die Mangroven paddeln.
Magpupungko Rock Pools
Diese, vom Meer geformten natürlichen Pools liegen ein paar Kilometer nördlich von Pilar. Es kann allerdings nur bei Ebbe gebadet werden, ansonsten sind die Wellen zu groß. Eintritt kostet 50 php.
Auf den Weg Richtung Pilar gibt es noch einen Kokospalmen-Lookout. Von dieser Erhebung sieht man wunderschön auf die unglaublich vielen Palmen und versteht warum Siargao auch das Palmenparadies genannt wird.
Sunset Bridge in General Luna
In General Luna und Umgebung sieht man auf Grund der Lage leider keinen Sonnenuntergang (dafür aber tolle Sonnenaufgänge). Für den Sonnenuntergang bietet sich aber die Sunset Bridge Richtung Norden (Santa Fe) an. Am Abend treffen sich hier die Einheimischen, es gibt eine Vielzahl an Essenständen, es herrscht eine sehr nette Atmosphäre und man sieht bei guten Wetter einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Good to Know:
Manchmal gab es an den Geldautomaten in General Luna kein Bargeld mehr. Deswegen ist es von Vorteil, vorab schon etwas mehr Bargeld mit auf die Insel zu nehmen. Allerdings gab es auch schon mehrere Shops und auch Restaurants, bei denen mit Karte gezahlt werden konnte.
Zudem gibt es immer mal wieder Stromausfälle auf der Insel, vor allem auch in der Regenzeit. Eine Powerbank für das Handy ist dabei von Vorteil, oder man genießt einfach die ruhige Zeit 🙂
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